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Wie in unserem Beitrag
"Am 08.01.2018 war die Garten-Partei Sachsen vor Ort in einer Einrichtung für Obdachlose in Leipzig" erwähnt,
hat unsere Vorsitzende, Frau Saskia Jagemann, sowie zwei weitere Friseurinnen den obdachlosen Männern und Frauen die Haare geschnitten.

Am 22.03.2018 war ich mit zwei weiteren Friseurinnen im Obdachlosenheim zum Haareschneiden.

 Im Heim angekommen, wurden wir schon von den obdachlosen Frauen und Männern erwartet. 

obdach 2Der Hausmeister (ehrenamtlich) hat in einem separatem Raum uns Friseurinnen einen tollen Arbeitsplatz eingerichtet.
Wir waren begeistert, mit welcher Herzlichkeit wir empfangen wurden und fühlten uns
sofort wohl.
Dann ging es auch schon los...
Die obdachlosen Frauen und Männer haben sich gefreut, dass wir zu ihnen gekommen sind und ihnen die Haare frisierten. In ein Friseurgeschäft zu gehen, kommt einigen vor Schamgefühl gar nicht erst in den Sinn.
Wir haben viel über die Menschen erfahren dürfen.
Sie zeigten sich uns gegenüber sehr offen und wir erfuhren, wie sie zur Obdachlosigkeit gekommen sind.
Ein Mann erzählte mir: "...dass System ist doch so gemacht:
Hast du keine Arbeit, hast du keine Wohnung und hast du keine Wohnung, hast du kein Hartz 4, denn das sei Voraussetzung für eine Beantragung."
Eine nette Dame, die mit einmal alles verloren hat und von der Gartennachbarin bis aufs letzte ausgeraubt wurden ist, landete auf der Straße.
Sie ist heute noch ihrem Vorstand in ihrer Kleingartenanlage dankbar, dass sie zu mindestens in den Sommermonaten in ihrer Laube übernachten durfte und sich irgendwo verstanden fühlte.
Im Obdachlosenheim arbeitete sie ehrenamtlich und dies half ihr, wieder auf die
Spur zu gelangen. Alles scheint wieder geregelt seinen Lauf zu nehmen, aber die Wunden heilen nur langsam. Sie erinnert sich oft an diese Zeit und ich hatte das Gefühl, sie schämt sich dafür.
Ich bewundere die Frau, denn sie hat es geschafft, von ganz unten, Stück für Stück in ein geregeltes Leben zu gelangen.
Ein weiterer Mann sagte zu mir: "nun gibt es wieder gutaussehende Bettler in Leipzig".
Wir lachten beide, aber eigentlich ist es nicht zum Lachen.
Meine Kollegin war ganz überwältigt, als ein obdachloser Mann nach dem Schneiden nach etwas Duft fragte.
Er meinte damit das Haarspray. Er fühlte sich mit dem neuen Haarschnitt und dem Duft gleich viel wohler und strahlte richtig.
Als er sich wieder zu den anderen gesellte, haben diese gejubelt, denn er war kaum wieder zu erkennen.
Wir Friseurinnen waren in diesem Moment überwältigt und ja, mir standen oft die Tränen in den Augen. Vor Dankbarkeit.
Ich bin dankbar, dass ich die kleinen Dinge schätzen und erfahren kann.
Eine heiße Badewanne in den Wintermonaten.
Das Ernten von Tomaten in meinem Kleingarten.
Mit meiner Familie jeden Früh frühstücken zu können usw. .
Es sind für uns kleine Dinge, die schon manchmal als selbstverständlich zählen, aber für die obdachlosen Frauen und Männer sind diese Dinge unheimlich wertvoll und oft nicht greifbar.
Seit meiner Kindheit bewegt mich das Märchen:
"Das Mädchen mit den Schwefelhölzern".
Jedes Jahr in der Weihnachtszeit lese ich es mit meiner Tochter gemeinsam.
In was für einer Eiseskälte das Mädchen sich versucht an den Schwefelhölzern zu erwärmen oder wie sie an einem Fenstern steht und in die Stube schaut, indem die Familie an den großen Festtagstisch sitzt und sich keine Gedanken machen brauchen, wie kalt es draußen ist oder wie teuer der Gänsebraten war.

Es sind die kleinen Dinge, die diese Menschen brauchen.
Aber das Allerwichtigste ist, dass diese Menschen einen Platz und damit meine ich Anerkennung und Respekt in unserer Gesellschaft erfahren dürfen.
Der Leiter gab mir zu verstehen, (wie auch bereits im vorherigen Beitrag erwähnt) dass wir in den Schulen Aufklärung über dieses Thema schaffen müssen.
Ich erzählte dies einer Schule und sie waren davon begeistert.
Ich freue mich sehr, wenn dies in einem Projekt demnächst Platz findet und
setze mich dafür sehr gerne ein.

Ich schäme mich, für ein Land wie Deutschland, indem ich Monat für Monat Steuern zahle, damit
Bundestagsabgeordnete, im Monat 11.372,00 €  verdienen können
und
Rentner nach Pfandflaschen wühlen müssen um "über die Runden zu kommen"
und es ca. 52.000 obdachlose Menschen in Deutschland gibt.

Hier liegt eindeutig ein Systemfehler vor und muss umgehend geändert werden!

Unsere Bundeskanzlerin Frau Merkel, sollte sich schleunigst dieser Aufgabe verantworten, denn es ist eine Schande,
Diäten zu erhöhen und die Armut im Lande steigt.

Ihre Garten-Partei Sachsen 

Gemeinsam Positionen Stärken

Kommentare  

+1 #1 ObdachloseJuliann 2018-06-23 06:04
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