- eine Kleingärtnerorganisation - oder - eine Partei -?

Das ist die falsche Frage, beide haben so unterschiedliche Funktionen, dass man sie nicht vergleichen kann. Der Idealfall ist "beide gemeinsam".

Eine Kleingärtnerorganisation wird von den Kleingärtnern finanziert und "hält den Laden zusammen". An der Basis funktioniert das in der Regel gut. Je zentraler der Verband agiert, je weiter ist er auch von den Interessen der Kleingärtner entfernt. Wenn dann bei internationalen Tagungen in feinen Hotels Sonntagsreden gehalten werden, können sich Kleingärtner schon fragen, ob ihr Geld dafür gut angelegt ist.

Direkten Einfluß auf die Politik können Verbände nicht nehmen. Die Verbindung zur Politik erfolgt in der Regel über Kleingartenbeiräte, also eine Lobby. Dabei ist zu bedenken, daß die etablierten Parteien auch anderen Interessengruppen dienen müssen, die eine  wesentlich (finanz)stärkere Lobby haben. Kleingarteninteressen werden da schnell unter den Tisch gekehrt.

Es gibt also gute Gründe, eine Partei in die Parlamente zu wählen, die sich in ihrem Programm ausdrücklich auch als Vertreter der Kleingärtner versteht. Der Einfluß auf die politische Meinungsbildung, Gesetzesvorschläge und -verabschiedung ist direkt und kostet den Kleingärtnern keinen Beitrag.

 

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