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Garten-Partei Sachsen zu Besuch bei der Gartenpartei

Wir besuchten am 02.02.2018 die Stadtratsfraktion der Gartenpartei im Magdeburger Rathaus, auch einige Vorstandsmitglieder waren gekommen um sich mit uns auszutauschen.
Anlass waren Gespräche rund um die bundesweiten Problematiken der Kleingartenanlagen, unter anderem in den Bereichen des Flächennutzungsplanes.

Wir berichteten, dass im Flächennutzungsplan der Stadt Leipzig Kleingärten noch im Jahr 2015 unter "Kleingärten"/ "sonstige Gärten" ausgewiesen waren und mit Stand 2017 nur noch unter der Rubrik "Grünfläche" im Flächennutzungsplan eingetragen sind.


Darüber staunte die Gartenpartei nicht schlecht und bestätigte uns, dass dies einen Einschnitt in die Kleingartenkultur darstellt und den Wegfall von Kleingartenanlagen leichter macht. Auch in Magdeburg bleibt es nicht ruhig, wieder soll eine Kleingartenanlage im Herzen der Stadt mit Wohnbebauung überplant werden. Die Änderung des Flächennutzungsplanes ist in derartigen Fällen relativ problemlos.

0202 04 640Ein weiteres gravierendes Thema ist die Misswirtschaft bei einigen Verbänden.
In Magdeburg entdeckte der damalige Schatzmeister, Hans-Otto Schlehf die Schieflage und veröffentlichte erschreckende Zahlen, eine Prüfung bestätigte, dass Chaos in der Buchhaltung und bemängelte unter anderem fehlende Belege.

Die Kleingärtner in Magdeburg riefen zur Demo auf, nach dem der Schatzmeister vom Verband abserviert wurde:

Zitat: "Nach einem monatelangen Machtkampf war er von seinen Aufgaben entbunden worden – obwohl ein Bericht unabhängiger Wirtschaftsprüfer ihm in weiten Teilen recht gibt und dem Verband eine desaströse Finanzlage bescheinigt. „Wir möchten die Verursacher der finanziellen Schieflage mit unserer Demonstration auffordern, endlich die Konsequenzen zu ziehen“, heißt es etwa in dem Demo-Aufruf."

Wir merkten in den Gesprächen sehr schnell, dass nicht nur der Verband in Magdeburg Misswirtschaft vertuscht, auch bei unserem Verband herrschen Unklarheiten im Finanzbereich. Unter anderem sprach der Vorsitzende des Leipziger Verbandes (SLK) zur diesjährigen Mitgliederversammlung in seinem Bericht von plötzlichen aufgetauchten mehreren Millionen Euro, von der er vorher nie etwas wusste.
Die Schatzmeisterin traf im Anschluss an diese erstaunliche Aussage eine unkorrekte buchhalterische Aussage über Höhe-und Verwendung von Sach-und Umlaufvermögen, denn diese blieb gänzlich aus.

Die Haushaltsvoranschläge sind im Vergleich mit den Jahren zuvor in vielen Punkten nicht nachvollziehbar. Ausführlich können Sie dies in unserem Beitrag: Mitgliederversammlung SLK 2017 nachlesen.

Liebe Kleingärtner, die Garten-Partei Sachsen bleibt dran und lässt nicht locker.
Denn es sind die Gelder von jedem einzelnen Kleingärtner, es sind unsere Mitgliedsbeiträge usw. die von den Verbänden lediglich "verwaltet" werden. In diesem Bereich sollte und müsste man ehrlich, vertrauenswürdig und transparent arbeiten.0202 1 640

Weiter ging es in unserem Gespräch in den Bereich, Überplanung der Kleingartenanlagen und Änderung des Flächennutzungsplanes mit anschließender Kündigung der Kleingärtner. Was können wir tun, wenn Kleingärten weichen sollen, wie unterstützen wir die Betroffenen? Diese Frage hatten uns viele Kleingärtner per E- Mail oder in den Sprechzeiten bereits gestellt.

Wie bereits in dem Bericht "Politik fängt an der Wurzel an" sehr deutlich erläutert, können wir nur etwas bewegen, wenn wir zur Kommunalwahl antreten um die Kleingärtner zu vertreten. Denn nur als gewählte Kandidaten bzw. als Fraktion im Stadtrat findet unsere Position Gehör, werden uns alle Informationen zur Verfügung gestellt, von denen der Normalbürger aus der Presse erfährt, wenn das Kind sprichwörtlich bereits in den Brunnen gefallen ist.

Auch dies ist die Erfahrung der Stadträte der Gartenpartei in Magdeburg.
Durch ihre Position im Stadtrate erfuhren sie erst im Detail von der Kleingartenentwicklungskonzeption und konnten in Magdeburg, gemeinsam mit zahlreichen Kleingärtnern, den Wegfall von 4000 Kleingärten verhindern.

Wie bereits erwähnt, werden wir uns zur kommenden Stadtratswahl aufstellen, auch weitere kommunalpolitische Brennpunktthemen liegen uns sehr am Herzen, diese lassen wir natürlich nicht aus und vervollständigen unser Programm als Volksvertreter in den nächsten Monaten.

Weiter ging es mit einer Überraschung, denn auch in Schwerin wird sich eine Partei gründen, die ebenfalls das Ziel hat, die wertvolle Kleingartenkultur zu erhalten.

Wir sind gespannt, welche Bundesländer ebenfalls mit der Gründung einer Gartenpartei nachziehen werden und freuen uns auf das Ziel, dem Zusammenschluss aller "Gartenparteien" und der Vertretung der Positionen in den Parlamenten als Einheit.

Darauf sind wir sehr gespannt und freuen uns auf die Vorbereitungen, sowie über die Zusammenarbeit mit den Kleingärtnern.

Wir stehen mit der Gartenpartei eng im Kontakt und danken an dieser Stelle schon einmal für den Erfahrungsaustausch sowie die Unterstützung.

 

Ihre Garten-Partei Sachsen

Gemeinsam Position Stärken

Kommentare  

+1 #4 StadtratsfraktionSM 2018-02-14 11:38
Genau das muss das Ziel sein, denn nur als Fraktion im Stadtparlament kann man die Interessen der Kleingärtner wirkungsvoller vertreten bei den Problemen der Zukunft, denn dort sitzt man an der "Basis". Ein Dachverband ( SLK) welcher die Interessen der Grundstückseigentümer und der Kleingärtner vertreten muss, ob der in der Lage ist da solide und ordentliche Arbeit zu leisten ?. Mobilisiert die Leute zur Kommunalwahl 2019.Macht mehr Werbung, denn viele Leipziger wissen noch nicht das eine GPS überhaupt existiert.
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+1 #3 LinkGPS 2018-02-09 12:50
Vielen Dank für den Link.
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+4 #2 ZusammenschlussTK 2018-02-09 12:46
Das hört sich ja sehr gut an. Wenn in allen Bundesländern sich Parteien bilden...omg, was für eine Stärke :lol:
Ich habe einen Link für Euch gefunden
https://www.volksstimme.de/lokal/stassfurt/gartenverkaeufe-politik-nimmt-alles-unter-die-lupe :cry:
Schliesst Euch zusammen. ;-)
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-2 #1 KontrollrechtKvS 2018-02-08 15:08
Dieser Artikel zeigt, wie bestrebt die GPS tatsächlich ist. Sind ja auch alle nur neben ihrer Arbeit aktiv. Aber bei dem Artikel stellt sich die Frage: Wem ist eigentlich ein Stadt- oder Kreisverband rechenschaftspflichtig? Wer ist eigentlich die zuständige Kontrollbehörde, wenn es um Kontrolle der Verwendung der Mittel der Verbände geht?. Ich freue mich auf eure Antworten!
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