- eine Kleingärtnerorganisation - oder - eine Partei -?

Das ist die falsche Frage, beide haben so unterschiedliche Funktionen, dass man sie nicht vergleichen kann. Der Idealfall ist "beide gemeinsam".

Eine Kleingärtnerorganisation wird von den Kleingärtnern finanziert und "hält den Laden zusammen". An der Basis funktioniert das in der Regel gut. Je zentraler der Verband agiert, je weiter ist er auch von den Interessen der Kleingärtner entfernt. Wenn dann bei internationalen Tagungen in feinen Hotels Sonntagsreden gehalten werden, können sich Kleingärtner schon fragen, ob ihr Geld dafür gut angelegt ist.

Das ist ganz einfach historisch bedingt. Die politische Verwaltung hat durch Gebietsreformen ihre Effizienz in der Verwaltung verbessert. In einigen Regionen  (z.B. in Dresden) hat die Kleigartenorganisation ihre Struktur angepaßt. In anderen Regionen (z.B. in Leipzig/ Westsachsen) ist das nicht erfolgt.Als Grund kann nur persönliches Interesse der Funktionäre der Kleingärtneroganisationen vermutet werden. Sachliche Gründe gibt es nicht. Den Preis dafür zahlen die Kleingärtner mit (zu) hohen Verbandsbeiträgen und schlechter Zusammenarbeit mit den Kommunen.

R.M.