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Wir (GPS) setzen uns für den Erhalt von Kleingartenanlagen sowie Kleingartenflächen ein, denn diese sind in Gefahr und könnten Möglicher Weise für Bauland weichen.
Allein in Berlin-Plankow sollen 5000 Menschen mit ihren Parzellen für 4000 neue Wohnungen weichen.
Aber auch in Dresden, Limbach Oberfrohna, Burgstädt usw. steigt der Unmut unter den Kleingärtnern. Und auch bald in Leipzig?


Dem Bedrängen und Drangsalieren der Kleingärtner und ihrer Anlagen muss ein Ende gesetzt werden, damit auch für zukünftige Generationen ein Lebens- und zukunftsorientierter Freiraum erhalten bleibt. Auch Kleingärtner brauchen Planungssicherheit. Denn ein schöner Garten mit Pflanzungen und Erholungseigenschaften erfordert Investitionen und Erhaltungswertschöpfung.

Aber es ist natürlich nicht so einfach, Kleingärten einfach mal so zu kündigen, denn diese unterliegen oft einen unbefristeten Vertrag.
Also muss eine andere Lösung her, um an die Flächen zu gelangen.
Eine Lösung könnte zum Beispiel sein, dass plötzliche Begehungen (wir berichteten bereits) durch Vorstände von Stadt- oder Kreisverbänden durchgeführt werden, wobei dabei die Vertreter der Landeigentümer oftmals auch gleich mit von der Partie sind.freieGaerten 2

Während dieser Begehungen werden die Mängel in den Kleingärten aufgeführt und der Kleingärtner mit seinem Verein steht dann unter Beobachtung, ob er die Mängel in nahe Zukunft beseitigt.
Folgt dies nicht, ist es für die Eigentümer ein leichtes Spiel, Druck über den Vereinsvorstand (des KGV) auszuüben und die Kündigung greift.

Sicherlich geben Sie, liebe Kleingärtner uns recht, wenn wir sagen, dass diese Begehungen nun erst seit geraumer Zeit immer mehr durchgeführt werden/ in Erscheinung treten.
Das Kleingartenwesen, soll nun "ganz plötzlich" in strenger Ausführung umgesetzt werden.
Klar, denn die Bodeneigentümer suchen nach Gründen um an ihre Flächen zu gelangen und möglichst keine Entschädigungen zahlen zu müssen.

Nun gibt es aber Gärten ohne "Mängel", wie bekommt man diese nun von der Fläche?
Wir waren in der Kleingartenanlage "Am Wasserturm" in Delitzsch und nahmen mit den Pächtern Kontakt auf. Uns ist aufgefallen, dass eine komplette Seite eines Flurs leer steht.
Es ist richtig unheimlich, wenn man solche Kleingärten hintereinander stehen sieht. (Bild) Die Stadt sowie der Kreisverband der Kleingärtner in Delitzsch haben dem Vorhaben des Investors zugestimmt. Er möchte ein Hotel sowie Parkplätze hier errichten. Die betroffenen Kleingärtner waren/sind über dieses Vorhaben nicht sehr erfreut, viele wollten noch viele Jahre in ihren Gärten verbringen, erzählte uns ein netter Herr. Die betroffenen Kleingärtner wurden zwar entschädigt (dies war Bedingung, Seitens des Kreisverbandes) aber das Beseitigen der vielen Kleingärten, eröffnet nun das Projekt des Investoren. Das muss man sich einmal vorstellen, der Kreisverband stimmt diesem Vorhaben zu und wendet sich von der Förderung und der Erhaltung des Kleingartenwesens ab. Uns (GPS) fehlen die Worte.

Diese Kleingartenflächen sind für immer verloren! Jedenfalls ist uns (GPS) nicht bekannt, dass in den letzten Jahren neue, bzw. Ersatzgartenflächen geschaffen wurden.

freieGaerten 3Wir (GPS) sagen an dieser Stelle:
Die Politik hat die Kommunen zur Verpflichtung der Erhaltung des Kleingartenwesens in Verantwortung zu nehmen.

Ein weiterer Kleingärtner berichtete uns an diesem Tag, dass in seiner Anlage, plötzlich keine Gärten vergeben werden, trotz hoher Nachfrage.
Drei Bewerber haben sich bei dem Vorstand für einen Garten vorgestellt.
Der Vorstand der Anlage, lehnte jedoch alle drei Bewerber ab.
Wird hier ein Leerstand produziert? Und wenn ja, warum?
Weiß hier der Vorstand bereits über diverse Vorhaben Bescheid?
Hier sollte doch der Vorstand zu seinen Mitgliedern halten und sich für seinen Verein einsetzen.

Der Unmut unter den Kleingärten wächst und das wissen natürlich auch die Kommunen und Gemeinden. Nach vielen geführten Gesprächen mit Kleingärtnern, Vorständen sowie weiteren Organisationen, lässt sich vermuten, dass zum Teil der Leerstand produziert wird um die Situation nicht eskalieren zu lassen.
Stellen Sie sich einmal vor, es müssen mit einmal 10 Anlagen in einer Stadt für Bauland weichen, der Unmut wäre nicht mehr kontrollierbar.
Deshalb könnte man nun versuchen, von "hinten rum" an die Kleingartenflächen zu gelangen und vergibt einfach keine Parzellen an die Bewerber. Wir (GPS) sprechen in diesem Fall vom produzierten Leerstand.

Ein Investor schlägt vor, alle Kleingärten in Berlin zu bebauen und nimmt somit folgende Haltung ein:
Zitat:"Der Bau von Wohnungen, Schulen und Gewerbeflächen werde zunehmend an den Stadtrand von Berlin verlagert. Dorthin gehören laut Piepgras aber die Kleingärten und nicht die neuen Wohnungen." Zitatende
Wir (GPS) sagen an dieser Stelle, NEIN zum Weichen von Kleingärten für Bauland, denn wir wollen eine saubere Luft und das Grün in unseren Städten langfristig sichern.
Anscheinend ist es in einigen Köpfen noch nicht angekommen, dass u.a. die Kleingärten einen wesentlichen Temperaturausgleich in den warmen Sommermonaten in den überhitzten Städten schaffen.
Auch wird bei Neubau von Wohnungen und die Erschließung von Gewerbeflächen die zunehmende Verdichtung und Versiegelung hervorgerufen, dass bedeutet, dass der Boden bei starkem Regen nicht mehr aufnahmefähig ist, die Folge sind Überschwemmungen.freieGaerten 4

 

Wir (GPS) fordern für die Erhaltung der momentanen geführten und bestehenden Kleingartenanlagen folgende Umsetzungen in deneinzelnen Städten:

1.
Die Städte sind zu verpflichten, die aktuellen Vereine und somit das Kleingartenwesen in deren Städte zu schützen und zu bewahren. Dies setzt u.a. voraus, dass die Kleingartenvereine im Flächennutzungsplan unter Dauerkleingärten ausgewiesen werden. Denn so besagt es schließlich das Bundeskleingartengesetz:
§1 Begriffsbestimmung Absatz 3
"Ein Dauerkleingarten ist ein Kleingarten auf einer Fläche, die im Bebauungsplan für Dauerkleingärten festgesetzt ist."

2.
Ein Leerstand in den Kleingartenvereinen muss Seitens der Städte verhindert werden, indem Sie z.B. u.a. in den Wochenzeitungen, eine ganze Seite nur für die Kleingärten ausweisen.
Die Vereine hätten die Möglichkeit als kostenlose Anzeigenschaltung sich zu präsentieren und die wichtigen und aktuellen Ereignisse wie, freie Gärten, Sommerfeste, Kinderspielplätze usw. in der Stadt bekannt zu machen.

3.
Bei den Verbänden bedarf es einen Geschäftsführer und einen Verbandsvorsitzenden. In Leipzig übernimmt diese zwei Positionen zurzeit eine Person.
Wie will er sich für seine Vereine einsetzten, wenn er doch die Interessen der Eigentümer vertreten muss? 

4.
Zur Gewinnung von Vorstandsmitgliedern in den Vereinen, bedarf es außerdem finanzielle Mittel, zur Verfügung gestellt von den überregionalen Verbänden.
Ein sogenannter Jugendvorstand könnte in den Vereinen ab einer Parzellenanzahl von 100, parallel mit dem Vorstand zusammen arbeiten. Dieser Jugendvorstand wird dann als Nachfolger für den Verein (KGV) in Aussicht gestellt. Ein lückenloser Übergang wird somit für die Vereine sichergestellt.

5.
Die Tätigkeit des Vorstands muss außerdem attraktiver gestaltet werden und setzt eine angemessene Aufwandsentschädigung voraus.

6.
Die Schulgärten müssen wieder mehr in den Vordergrund rücken und sind als Pflichtfach aufzunehmen. Diese Umsetzung kann u.a. mit erfahrenen Kleingärtnern als ehrenamtliche Tätigkeit in den Schulen durchgeführt werden
(Heute ist es zum Teil so, dass die Eltern in die Pflege sowie zur Schulgartengestaltung von den Schulen mit einbezogen werden).
Die Verbände spielen dabei ebenfalls eine wichtige Rolle und sind in dieser Umsetzung mit einzubeziehen.
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Hinweis:
Liebe Kleingärtner, liebe Interessierte,

wir stehen mit der Magdeburger Gartenpartei sowie mit weiteren Organisationen eng im Kontakt und machen uns für Ihren Kleingarten stark.
Wenn auch Sie Interesse haben, in Ihrer Stadt politisch aktiv zu werden um gemeinsam mit uns die Ziele anzustreben, dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf:
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Tel.: 01573 244 8006

 

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